5 gute Gründe für die Patientenverfügung

5 gute Gründe für die Patientenverfügung

Die Möglichkeit eine Patientenverfügung zu machen ist gut. Und vor allem ist eine Patientenverfügung sinnvoll, da auf diese Weise sowohl die Verwandten oder Freunden, Bekannte oder wer auch immer als Notfallkontakt benannt werden kann in einer Situation, wo es um Leben, Tod oder einfach nur die Aufrechterhaltung des Lebens durch künstliche medizinische Maßnahmen geht, entlastet werden bzw. nicht belastet mit einer Entscheidung – nämlich dem Abstellen der lebenserhaltenden Geräte. Es gibt eine Menge Gründe, die dafür sprechen. Grund 1 ist, dass das Leben einfach nicht vorhersehbar ist. Grund dafür sind Krankheiten, aber auch Unfälle. Dieses Schicksal kann auch junge Menschen treffen. Daher ist es wichtig, dass eine Patientenverfügung existiert und diese genau darüber Auskunft gibt, wie im Fall der Fälle Vorsorge getroffen werden soll nach dem Willen desjenigen, der über sein Schicksal in diesem Fall nicht allein bestimmen kann.

Entlastung der Angehörigen und Lebensqualität schaffen statt Überleben

Zeichnung von Mann im Krankenbett, neben Krankenschwester, die Tropf kontrolliertEin sehr wichtiger Grund, gleich eingereiht hinter dem Schicksal, das keiner vorhersehen kann, ist die Entlastung der Angehörigen – als Grund 2 zu nennen, eigentlich als Grund 1.1. Denn wenn ein Verwandter auf der Intensivstation liegt, um sein Leben ringt und die Aussichten laut der Ärzte nicht gut sind, will man nicht in der Haut der Angehörigen stecken. Diese müssen nämlich, wenn keine Patientenverfügung vorhanden ist, entscheiden wie die medizinischen und pflegerischen Maßnahmen weiterlaufen, auch gegen den Willen des Betroffenen. Der Betroffene wünscht sich selbst vielleicht zu sterben, was letztlich wenn eine Patientenverfügung vorliegt, auch respektiert werden muss. Je konkreter die Patientenverfügung ist, desto entlasteter sind die Angehörigen. Grund 3, der für eine Patientenverfügung spricht, geht damit unmittelbar einher, nämlich dass eine gewisse Lebensqualität wichtiger ist als ein möglichst langes Überleben. Dies fällt in den Bereich der Palliativmedizin und bedeutet, dass es nicht um jeden Preis eine Lebensverlängerung geben wird. Wer eine Patientenverfügung hat, der kann eine solche palliativmedizinische Behandlung einfordern und intensivmedizinische Maßnahmen ablehnen.

Würde und Selbstbestimmung und Organspende

Grund 4 ist: Durch eine Patientenverfügung legt man selbst seinen Willen offen, was im Ernstfall zu geschehen hat. Dies betrifft auch die Geschäftsfähigkeit und Entscheidungen, die man im Fall der Fälle nicht mehr für sich selbst treffen kann. Mit einer Patientenverfügung kann festgelegt werden, welche Maßnahmen ergriffen werden können und welche Situationen man ablehnt. Das garantiert Würde und Selbstbestimmung auf der Intensivstation. Ohne Patientenverfügung entscheiden andere Personen darüber oder sogar das Gericht. Grund 5 ist, dass in einer Patientenverfügung auch über eine mögliche Organspende entschieden werden kann. Entweder stimmt man der Organspende in der Patientenverfügung zu oder nicht. Die Frage: „wie Patientenverfügung erstellen?“ lässt sich leicht beantworten, denn inzwischen ist es möglich die Patientenverfügung digital auszufüllen. Diese wird dann von einem Notar bestätigt.

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Ralf Kalytta – stock.adobe.com

Eine weitere Hilfestellung zur Patientenverfügung finden Sie in diesem Beitrag

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